Treffpunkt dieser Führung ist der Ausgang der U-Bahnstation "Colosseo" (Metrolinie B). Auf Wunsch holen wir Sie gerne auch an Ihren Hotel ab, wenn dieses nicht allzuweit von der Stadtmitte entfernt ist.
Erst besichtigen wir zusammen das Forum Romanum, das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Leben im Antiken Rom.
Die Ruinen des Forums sind sprechende Zeugen der einst in Gold und Marmor erstrahlenden Paläste, Tempel und überdachten Märkte. Vom westlichen Eingang aus überblickt man die Via Sacra, den Heiligen Weg, auf dem einst die siegreichen römischen Truppen in Triumphzügen quer über das Forum schritten. Der gut erhaltene Septimius Severus-Triumphbogen entstand zu Ehren dieses Kaisers, der Anfang des 3. Jh. in York (Eboracum) in England starb.
Teilweise noch erhalten – so der ursprüngliche Marmorfußboden – ist die Kurie, in der der Römische Senat über 1000 Jahre lang zusammentrat. In der Nähe befinden sich die Rostra was im alten Rom die Bezeichnung für eine Rednerplattform auf dem Forum Romanum war.
Ein Podium mit acht Säulen ist noch vom Saturn-Tempel sichtbar. Es war einer der ältesten Kultstätten Roms, die zugleich als Schatzkammer diente. Im Innern des Vesta-Rundtempels brannte Roms heiliges Feuer, bewacht von sechs auserwählten Jungfrauen, die lebendig begraben wurden, sobald sie ihr Gelübde 30-jähriger Keuschheit brachen. Die Via Sacra endet am Titusbogen, der mit seinen prachtvollen Basreliefs an die Plünderung Jerusalems durch den Kaiser im Jahre 70 n. Chr erinnert.
Im Süden des Forums liegt der Palatinhügel, die sagenumwobenen Geburtsstätte Roms. Kaiser und reiche Adlige errichteten auf dem Hügel ihre Paläste, deren Ruinen man heute noch zwischen den Pinienbäumen erkennen kann. Von den Terrassen der prachtvollen, im 16. Jh. angelegten Farnese-Gärten hat man einen wunderbaren Blick auf das ganze Forum und den Circus Maximus, der zur Kaiserzeit Schauplatz von Wagenrennen für 200000 Schaulustige war.

Der 315 n. Chr. neben dem Kolosseum errichtete Konstantinsbogen erinnert an den Sieg Kaiser Konstantins über den Heiden Maxentius nach dem Konstantin eine Vision von Christi Kreuz gehabt haben soll. Er bekehrte sich zum Christentum und machte dieses Credo zur Staatsreligion.
Mehr als jeder prächtige Palast und jede Kirche ist das Kolosseum Symbol für Roms einstige Macht. Es wurde von 20000 Sklaven und Gefangenen erbaut, im Jahre 80 n. Chr. eingeweiht und war einst Schauplatz unsagbar grausamer Schauspiele. Rund um die ellipsenförmige Arena boten Steinbänke 50000 Zuschauern Platz. Durch die 80 Arkaden drängten sich Kaiser, Adlige, Bürger und Sklaven zu den ganztägigen Spielen, bei denen man halb verhungerte wilde Tiere – Bären, Löwen, Tiger und sogar Elefanten – gegeneinander kämpfen ließ. Gladiatoren rangen um Leben und Tod, während die Menge jugula! ("Schlitz ihm die Kehle auf") rief.
Nach der Innenbesichtigung endet unsere Führung am Ausgang des Kolosseums.
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